Wissenschaftliche Fakten zur Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare

Grundsätzlich behandelt dieser Blog psychologische Themen. Ich bin auch als Beauftragter für Diversity des Berufsverbands Österreichischer Psychologinnen tätig, und möchte daher zu bestimmten gesellschaftspolitischen Inhalten, die mit dem Bereich „Diversity“ zusammenhängen, sachlich fundierte Information anbieten.

Vor allem möchte ich eine wissenschaftlich fundierte Stellungnahme abgeben zu einigen Presseaussendungen und so genannten „Experten-Interviews“, die sich mit dem viel zitierten Kindeswohl beschäftigen (unter anderem soll mit diesem Blog eine wissenschaftliche Richtigstellung der Presseaussendung der „Familiensprecherin“ der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Frau Anneliese Kitzmüller, stattfinden).

Zum Inhalt: Verfassungsgerichtshof kippt Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare

Worum geht es in der Sache? Etwas, wofür auch ich seit Jahren gekämpft habe, wurde nun endlich wahr – das Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare wurde aufgehoben. Leider nicht von Seiten der Politik, immerhin aber durch den Verfassungsgerichtshof. Die Aufhebung begründete der Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs damit, „dass es keine sachliche Rechtfertigung für eine ausschließlich nach der sexuellen Orientierung ausgerichtete differenzierende Regelung gibt“.

Das Stichwort lautet hier „sachlich“. Bleiben wir bei der Sache und sehen uns die Fakten an.

Das viel zitierte Kindeswohl und die Presseaussendung der FPÖ

In einzelnen Interviews argumentieren „ExpertInnen“ sehr gerne mit dem Kindeswohl, ohne jedoch auf die wissenschaftliche Faktenlage Rücksicht zu nehmen. Unter anderem ließ eine abwertende Presseaussendung der FPÖ zu diesem Entscheid nicht lange auf sich warten. Laut APA kommentiert die „Familiensprecherin“ NAbg. Anneliese Kitzmüller: „Heute ist ein ‚Schwarzer Tag‘ für Österreichs Kinder. Während Lesben und Schwule ins Zentrum gerückt werden, lässt man die Psyche der Kinder links liegen. Niemand behauptet, dass Homosexuelle per se schlechte Eltern seien, aber ein derartiges Konstrukt ist ungeeignet für die Psyche unserer Kinder.“ Weiters fordert sie mehr Hausverstand in der Debatte.

Gerne bin ich bereit, mit etwas mehr Hausverstand für einzelne „ExpertInnen“ und „FamiliensprecherInnen“ auszuhelfen. Manche „FamiliensprecherInnen“ sehen sich zwar als „ExpertInnen“ an, was das Kindeswohl betrifft, können aber keine entsprechende Ausbildung vorweisen. Zum Vergleich: Meine Qualifikation liegt um einiges höher, nach dem Abschluss des Diplomstudiums der Psychologie habe ich auch das Doktoratsstudium der Psychologie erfolgreich mit Auszeichnung bestanden. Ich arbeite in diesem Bereich und beschäftige mich mit entsprechenden Studien.

Gerne helfe ich daher so genannten „ExpertInnen“ und „FamiliensprecherInnen“ mit sachlich-wissenschaftlichen Fakten aus.

Wissenschaftliche Fakten zum Thema „Regenbogenfamilien“

Unter dem Begriff „Regenbogenfamilien“ werden derzeit Familien definiert, in denen mindestens ein Elternteil sich als schwul, lesbisch, bisexuell oder transgender versteht. In Österreich gibt es bereits hunderte bis tausende Familien, in den Kinder entweder aus voran gegangenen heterosexuellen Beziehungen stammen, in eine schwule oder lesbische Beziehung hineingeboren wurden, oder in denen Kinder adoptiert oder als Pflegekinder aufgenommen wurden.

Bereits vor 10 Jahren, im Jahr 2004, hat die amerikanische Berufsvereinigung von Psychologen (American Psychological Association) konstatiert, dass es keinerlei wissenschaftliche Belege dafür gibt, dass die sexuelle Orientierung der Eltern eine negative Auswirkung auf das Kindeswohl hat. Alle nach „guten Regeln der Wissenschaft“ durchgeführten Studien kommen einhellig zum Schluss, dass keinerlei negativen Auswirkungen auf das Kindeswohl feststellbar sind, eine rechtliche Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Elternpaaren mit Adoptionswunsch daher aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar ist. Diese Auffassung wird auch von der American Academy of Pediatrics geteilt.

Eine der weltweit größten und aktuellsten Studien findet derzeit an der Melbourne-Universität in Australien statt (ACHESS – The Australian Study of Child Health in Same-Sex Families). Es wurden 500 Kinder in Regenbogenfamilien hinsichtlich ihrer emotionalen Stabilität, ihres Selbstbewusstsein sowie des familiären Zusammenhalts untersucht. Hinsichtlich des allgemeinen Gesundheitszustandes sowie des familiären Zusammenhalts schneiden diese Kinder sogar besser ab, wenn sie mit Kindern aus anderen Familien verglichen werden, hinsichtlich all der anderen Gesundheitsparameter ergeben sich keine signifikanten Unterschiede (die Studie wird derzeit noch ausgewertet, Ergebnisse lassen sich laufend unter http://mccaugheycentre.unimelb.edu.au/research/current/intergenerational_health/achess abrufen)

Eine der ersten Studien in diesem Bereich findet seit den 1980er Jahren in Nordamerika statt, es wurden lesbische Mütter mit Kindern, die mit Hilfe von Spendersamen gezeugt wurden, begleitet. Die bisherigen Ergebnisse finden sich auf http://www.nllfs.org. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass keine negativen Auswirkungen nachweisbar sind, es lassen sich keine Unterschiede zu anderen Familien feststellen. Zahlreiche Publikationen aus dieser breit angelegten longitudinalen Studie finden sich auf http://www.nllfs.org/publications.

Jetzt könnte natürlich der Hausverstand von Frau Kitzmüller und anderen „ExpertInnen“ in Österreich argumentieren, dass das amerikanische und australische Studien sind, die ja nicht übertragbar auf den deutschen Sprach- und Kulturraum sind. Auch hier helfe ich gerne mit wissenschaftlichen Fakten aus.

In Deutschland wird von mindestens 5.000 Regenbogenfamilien mit etwa 6.600 Kindern ausgegangen (Stand von 2013), in einer Studie in Bayern wurden 119 Kinder befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass es hinsichtlich der psychischen Anpassung von Kindern und Jugendlichen keine Unterschiede zu anderen Familien gibt. Die einzigen signifikanten Unterschiede fanden sich dahingehend, dass Kinder und Jugendliche in Regenbogenfamilien über ein höheres Selbstwertgefühl und über mehr Autonomie in der Beziehung zu beiden Elternteilen berichteten als Gleichaltrige in anderen Familienformen.

Das Erziehungsverhalten gleichgeschlechtlicher Elternpaare zeichnet sich durch Fürsorglichkeit und Zugewandtheit aus. Die Mehrheit der Kinder konnte über keine soziale Diskriminierung berichten, es gibt keine Unterschiede hinsichtlich Depressivität, somatische Beschwerden oder Aggressivität.

Aus Expertensicht wird daher die Aufhebung bestehender Diskriminierung gefordert. Die Studie sowie eine Zusammenfassung findet sich unter http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Forschungsbericht_Die_Lebenssituation_von_Kindern_in_gleichgeschlechtlichen_Lebenspartnerschaften.pdf?__blob=publicationFile.

Zusammenfassung

Es gibt Presseaussendungen diverser Einrichtungen und Parteien, und so genannte „Experteninterviews“ in einzelnen Medien, die gerne das „Kindeswohl“ in Zusammenhang mit der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare erwähnen. Klinische PsychologInnen, GesundheitspsychologInnen und PsychotherapeutInnen sind gesetzlich dazu verpflichtet, nach aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft zu arbeiten. Daher soll an dieser Stelle ausdrücklich betont werden, dass es keinerlei Evidenz (Beweis) dafür gibt, dass eine Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare dem Kindeswohl abträglich ist, ganz im Gegenteil.

Das Fazit lautet daher, dass es aus wissenschaftlicher (und damit sachlicher) Perspektive keinerlei Einwände gegen die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare gibt. Ich begrüße daher aus wissenschaftlich-psychologischer Perspektive eindeutig die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs.

Ich stehe selbstverständlich gerne zur Verfügung, um mit wissenschaftlichen Fakten nach- und auszuhelfen.

 

Über den Autor: Mag. Dr. Mario Lehenbauer-Baum ist Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, zertifizierter Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologe, Autor und Herausgeber zahlreicher Artikel und Buchkapitel. Er ist in der universitären Forschung (Department für Psychologie an der Sigmund-Freud Universität Wien, sowie am Department of Psychology and Human Development, Peabody College, Vanderbilt University, Nashville, Tennessee/USA) tätig. Weiters ist er auch erster Beauftragter für Diversity für den Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen. Seine Forschungsschwerpunkte fokussieren auf klinische Entwicklungspsychologie (Prävention von Depression im Kindes- und Jugendalter), die Schnittstelle Psychologie und neue Medien (Online-Rollenspiele, Internetsucht, Internetgebrauch in der Praxis), virtuelle Realitäten sowie Games for Health (digitale Spiele und psychologische Interventionen). In seiner Onlineberatungspraxis fokussiert er vor allem auf positive Psychologie, um Menschen zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben zu verhelfen, sowie auf wissenschaftlich fundierte kognitiv-lerntheoretisch/verhaltenstherapeutische Methoden.

 

ANMERKUNG UND NACHTRAG vom 18.01.2015:

Grundsätzlich ist die Kommentarfunktion auf meiner Blogseite (aufgrund massiver Spam-wellen und aufgrund der Tatsache, dass ich keine zeitlichen Ressourcen habe, um einzelne Blogbeiträge zu überprüfen und freizugeben) abgeschaltet. Es erreichte mich jedoch ein längerer Kommentar von „Franz“, den ich gerne veröffentlichen und auch richtigstellen möchte. Der Originalbeitrag von „Franz“ ist in kursiv, meine Antwort in Normalschrift gehalten. Grundsätzlich möchte ich mich jedoch über diesen sehr ausführlichen Beitrag von „Franz“ bedanken!

Sehr geehrter Herr Dr. Lehenbauer-Baum!
Ich bin mehr oder weniger durch Zufall auf diesen Aufsatz von Ihnen gestossen. Als ehemaliger Lehrer interessiere ich mich für das Wohl der Kinder in unserem Land, und die Diskussion über das Adoptionsrecht hat meine Aufmerksamkeit angezogen. Ich bin kein Psychologe, aber ich denke ich besitze ein Mindestmaß an logischem Denkvermögen und kenne die wichtigsten Grundsätze der wissenschaftlichen Methodik.

Ich denke mir dass die Grundsätze der wissenschaftlichen Methodik über „logischem Denkvermögen“ hinausgehen.

Klareweise sollten Soziologisch-psychologische Studien, wie alle wissenschaftliche Arbeiten, gewisse Mindeststandards erfüllen. Ich kann verstehen, dass aus Kostengründen und manchmal aus praktischen Gründen gewisse Kompromisse hinsichtlich Design und Methodik in Kauf genommen werden, da manche Studien sonst gar nicht zustande kommen würden.

Das halte ich für eine stark verzerrende Darstellung, da alle Studien nach Regeln der guten Wissenschaft durchgeführt werden müssen, unabhängig vom jeweiligen Budget.

Aber, wenn solche Studien in einem wissenschaftlichen Diskurs zitiert werden, sollten offensichtliche Schwächen der zitierten Studien nicht verschwiegen werden. Ich habe mir die Mühe gemacht die vom deutschen BJM in Auftrag gegebene Studie “Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften” , die Sie erwähnen, gründlich durchzulesen. Sie wurde an einem universitären Institut konzipiert, und daher erwartete ich die Einhaltung höchster wissenschaftlicher Maßstäbe, stichhaltige Argumentation und Präzision in den Schlussfolgerungen. Ich kann beim besten Willen nicht erklären warum, aber bei dieser Studie wurden eine Reihe von Kompromissen in Kauf genommen, die so offensichtlich sind, dass auch ich als Nicht-Psychologe sie nicht übersehen konnte. 

Ich diskutiere gerne mit Ihnen über die vermeintlichen Schwächen der Studie!

Das Studienergebnis stützt sich auf: Selbstbeurteilungen der Eltern über die eigenen erzieherischen Qualitäten; Einschätzungen einiger Fachpersonen zum Thema; und eine psychologische Teilstudie. Ich denke es ist selbstredend, dass die psychologische Teilstudie den wichtigsten Beitrag zur Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit der Studie beiträgt, weil einerseits naturgemäß nicht erwartet werden darf, dass Eltern unvoreingenommen ihre eigenen Kompetenzen einschätzen, und andererseits, weil man nicht lange recherchieren muss, um festzustellen, dass bei diesem Thema Fachpersonen eine grosse Bandbreite an verschiedenen Ansichten vertreten.

Was mir auffiel:

Die Studienteilnehmer wurden angeworben nach dem Prinzip “Selbstselektion” ( http://de.m.wikipedia.org/wiki/Selbstselektion ).

Die Teilnehmer wurden angeworben nach dem Prinzip der Freiwilligkeit. Das was sie meinen, ist ein natürlicher Effekt, wenn man mit dem Prinzip der Freiwilligkeit arbeitet. Es fand eine telefonische Befragung statt zu den Bereichen „Bindung und Beziehung zu den Eltern“, „psychischen Anpassung und Befindlichkeit“, „Konflikten in der Familie und Diskriminierungserfahrungen“ usw. statt, und keine umfassende klinisch-psychologische Diagnostik oder Persönlichkeitsanalyse (was auch nicht Anspruch der Studie war). Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass Effekte festgestellt werden können, die replizierbar sind (eines der Grundkriterien der Wissenschaft).

Die psychologische Teilstudie wurde telefonisch abgewickelt. Marktanalysen kann man telefonisch abwickeln, aber ist es auch sinnvoll einen psychologischen Test, mit teils minderjährigen Kindern (ab 10-Jährig), am Telefon durchzuführen? Ich weis aus meiner Erfahrung mit Kindern, dass man am besten einen persönlichen Rapport mit ihnen herstellt, will man einerseits die Konzentrationsfähigkeit und andererseits die Glaubwürdigkeit von Antworten auf Fragen die ihren persönlichen emotionellen Bereich betreffen einschätzen. Da die Kinder bei ihren gleichgeschlechtlichen Eltern wohnhaft waren, ist anzunehmen, dass sie auch dort angerufen wurden. Ob die Eltern zum Zeitpunkt der Anrufe anwesend waren wird in der Studie nicht erwähnt, aber ich denke, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Kinder – insbesondere die minderjährigen – angerufen wurden in Abwesenheit der Eltern. Es ist zu bedenken, dass die direkte Anwesenheit von Eltern einen Einfluss auf die Gedankengänge und die Offenheit von Kindern ausüben kann, insbesondere dann, wenn die Eltern-Kind Beziehung belastet ist.Ich kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist eine zuverlässige, umfassende Persönlichkeitsanalyse von Kindern auf dieser Art und Weise telefonisch durchzuführen. Was sagen Sie als Psychologe dazu? Die Studie war keine Langzeitstudie. Ich denke, dass der Aussagewert der Studie aus diesem Grund eingeschränkt ist. Unter anderem, weil manche Persönlichkeitsprobleme erst dann manifest werden, wenn ein junger Mensch den Schritt aus der elterlichen Abhängigkeit in die Selbstständigkeit macht.

Das sind in gewisser Art und Weise „Hier-beisst-sich-die-Katze-in-den-Schwanz“-Aussagen. Einerseits war die Adoption bisher nicht erlaubt, andererseits möchte man bereits Ergebnisse aus Langzeitstudien haben. Die Studie erhebt überhaupt nicht den Anspruch, langfristige Effekte festzustellen, sondern es wurde der Status-Quo erhoben. Wie in der deutschen Studie festgestellt, gibt es keine Unterschiede hinsichtlich der Entwicklungsaufgaben von Kindern, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen zu jenen, die in gegengeschlechtlichen Partnerschaften oder bei alleinerziehenden Elternteilen aufwachsen. Was sie allerdings verschweigen, ist, dass es bereits fundierte Ergebnisse aus Langzeitstudien gibt! Hier verweise ich auf folgende Longitudinal-Studie https://www.nllfs.org .

Ich finde also eine Studie vor deren Ergebnis z.T. auf subjektiven Einschätzungen der teilnehmenden Eltern beruht, z.T. auf Aussagen von von der Studienleiterin ausgesuchten Fachpersonen beruht, und z.T. auf eine psychologische Teilstudie beruht, deren Durchführungsmethode, nach meiner Einschätzung, nicht geeignet ist ein zuverlässiges aussagekräftiges Ergebnis zu liefern.

Sie sind herzlich dazu eingeladen, bessere Studien zu konzipieren! Die Wissenschaft ist frei, und alle Studien, die nach Regeln der guten Wissenschaft konzipiert wurden, können und sollten auch peer reviews stand halten. Die Ergebnisse der deutschen Studie wurden ja veröffentlicht. Bei aller Kritik von ihrer Seite unterstelle ich jedoch den Studienleiterinnen sowie dem Herausgeber „Deutsches Bundesministerium für Justiz“ genügend Kenntnisse, Studien auch nach Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis durchzuführen. Subjektive Einschätzungen (so genannte Selbstbeurteilungen) sind sehr wohl dazu geeignet, um sich einen Einblick zu verschaffen.

Etwas was ich nicht nachvollziehen kann, ist warum diese Studie im Zusammenhang mit der Diskussion über die gemeinsame Adoption Relevant sein soll. Anhand der auf Seiten 304 / 305 gemachten Angaben, kann darauf geschlossen werden, dass nur eine sehr kleine Anzahl der Kinder die im Rahmen der psychologischen Teilstudie untersucht wurden mit zwei homosexuellen Männern zusammen lebten. Viel zuwenig für eine repräsentative Relevanz. Weiters ist mir ins Auge gesprungen, dass ca. 2/3 der untersuchten Kinder regelmässig Kontakt mit dem getrennt lebenden Elternteil pflegten, und ca. 3/4 lebten während eines Teils ihres Lebens in Lebensgemeinschaft mit beiden leiblichen Eltern, wurden also während dieser Zeit von verschiedengeschlechtlichen Eltern geprägt. Ein Hauptkritikpunkt der Gegener der gemeinsamen Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, ist dass sie Lebensituationen mit gänzlich fehlender Vaterbeziehung oder gänzlich fehlender Mutterbeziehung herbeiführen würde. Ein intensives, intimes Erleben mit primären Bezugspersonen beider Geschlechter, soll deren Meinung nach wichtig für die Kindesentwicklung sein. Genau dieser Punkt kann die Studie nicht entkräften, weil die grosse Mehrheit der im Rahmen der psychologischen Teilstudie untersuchten Kinder sehr wohl über eine Mutter und über einen Vater verfügten – während eines Teils ihres Lebens sogar in Lebensgemeinschaft. Zusammendfassend ist mir nicht ersichtlich wie die Zitierung dieser Studie zur Versachlichung der Debatte beitragen könnte. Es ist evident, dass sie in Bezug auf die Beziehungskonstellation, die als Folge der gemeinsamen Adoption eines Neugeborenen oder eines Kleinstkindes durch zwei Männer entsteht, keinen Aussagewert besitzt wegen der zu kleinen Stichprobe. Aber auch sonst: Der Fokus dieser Studie richtete sich auch nicht auf Kinder, die die Vaterbeziehung gänzlich entbehren müssen. Letztlich ist – zumindest für mich – nicht erkennbar, dass Design und Methodik der Studie hohen Qualitätsmaßstäben entsprechen.

Ich helfe Ihnen gerne aus nachzuvollziehen, warum die Studie dazu geeignet ist, Einblicke zu gewinnen. Viele Gegner argumentieren, dass ein Kind Vater UND Mutter benötigt und deswegen Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare nicht funktionieren kann. Dann kommt in dieser Studie heraus, dass ein Gutteil der Kinder auch mit den biologischen Elternteilen sehr wohl guten Kontakt hält, und das wird wiederum als Nachteil der Studie gesehen. Die Kernaussage der deutschen Studie ist „Unabhängig von der Familienform wirken sehr ähnliche Einflussfaktoren. Entscheidend für die Entwicklung der Kinder ist nicht die Struktur der Familie, sondern die Qualität der innerfamiliären  Beziehungen. Für die betrachteten Entwicklungsdimensionen von Kindern und Jugendlichen erwies es sich somit als nicht bedeutsam, ob sie bei einem allein erziehenden Elternteil, zwei Müttern oder Vätern oder bei Vater und Mutter aufwachsen, sondern wie die Beziehungsqualität in diesen Familien ist“. Die Stichprobengröße entspricht auch der anderer Studien in anderen Bereichen, und je nach Stichprobengröße werden in der Psychologie Testverfahren angewandt, die Ergebnisse entsprechend der Größe der Stichprobe bereinigen. Ist die Stichprobe zu klein, hätte die Studie auch keine Ergebnisse zu publizieren gehabt. Für mich nicht ganz nachvollziehbar ist weiters, warum sie die Vielzahl anderer Studien in diesem Bereich, die mit weit größeren Stichprobengrößen speziell im amerikanischen Raum arbeiten, nicht beachten.

Psychologie ist wichtig, aber Kinder dürfen nicht auf Subjekte rein psychologischer Betrachtung reduziert werden. Ich denke, dass man einerseits sich eingestehen muss, dass mit der Testpsychologie gewiss nicht alles was für die Kindesentwicklung massgeblich ist beleuchtet werden kann – soweit ist die Psychologie noch nicht. Anderseits darf man nicht den Fehler machen die Haltung einzunehmen, dass die Rechtfertigung einem Kind ein Aspekt des Lebens vorzuenthalten (im gegenständlichen Bezug: die Vaterbeziehung oder die Mutterbeziehung) nicht automatisch deswegen vorliegt, weil Psychologen angeblich keinen messbaren psychologischen Schaden auf die Entbehrung zurückführen können.

Ich kann leider ihre Kritik nicht ganz teilen. Die Psychologie ist sehr wohl in der Lage, bestimmte Störfaktoren der Kindesentwicklung sicht- und messbar zu machen. Nun gibt es Gegner der Adoption, die argumentieren „Es fehlen Studien!“. Dann gibt es Studien, dann kommt das Argument „Aber man kann ja nicht alles mit der Psychologie messen!“. Ich verstehe, dass man es nicht alle Menschen recht machen kann, aber auch hier schadet es nicht, eine neutral-objektive Haltung einzunehmen. Ich bin Klinischer Psychologe und Wissenschaftler. Studien bestätigen, dass eine Adoption durch gleichgeschlechtlich empfindende Menschen nicht kontraproduktiv für die Entwicklung von Kindern ist. Würde es Faktoren geben, die kontraproduktiv sind, dann hätte man das schon längst herausgefunden.

Wir Erwachsene würden eine analoge Haltung uns gegenüber ja auch nicht hinnehmen. Dazu eine Analogie: Es gibt Menschen die aus geographischen Gründen noch nie das Meer gesehen haben. Wegen dieses Umstandes liegt bei ihnen gewiß kein psychologischer Schaden vor. Trotzdem wäre es äusserst lebensbereichernd für sie, hätten sie die Möglichkeit das Meer direkt zu erleben. Es wäre unmenschlich würde ihre Regierung anordnen, dass sie diese wunderbare Erfahrung gar nicht machen dürfen, denn Menschen besitzen ein naturgegebenes Vermögen das Meer als ein wunderbares, einzigartiges Naturerlebnis und als eine einzigartige Bereicherung der persönlichen Erlebniswelt zu erfahren. Sowohl die einzigartige Mutterbeziehung, als auch die einzigartige Vaterbeziehung sind aber selbstverständlich unendlich bedeutsamer und wunderbarer als das Erleben des Meeres. Sie werden von Kindern als jeweils einzigartige, wunderbare Aspekte ihrer Erlebniswelt erlebt. Löst man sich von der irrigen, herabwürdigenden Idee, dass man Kindern ohne Weiteres ein Aspekt des Lebens vorenthalten kann, wenn Psychologen sagen, dass sie keinen messbaren psychologischen Schaden auf die Entbehrung zurückzuführen können, stellt sich – in Anbetracht der Tatsache, dass 10 mal mehr als ausreichend adoptsionswillige Ehepaare zur Verfügung stehen – die Frage inwieweit wir es rechtfertigen können unschuldigen Kindern, die zur gemeinsamen Adoption freigegeben sind, entweder die einzigartige Vaterbeziehung oder die einzigartige Mutterbeziehung vorsätzlich und unwiderruflch vorzuenthalten.

Sie haben recht! Jede Beziehung ist einzigartig. Jede elterliche Beziehung, egal zu welchem Geschlecht, ist einzigartig aufgrund der Beziehungsqualität. Für eine Beziehungsqualität ist es allerdings unerheblich, welches Geschlecht die Eltern haben. Und es geht hier nicht nur um adoptionswillige Ehepaare, sondern auch um Ehepaare, die Kinder des anderen Elternteil adoptieren, weil sie bereits in einer Familie leben. Eine Bevölkerungsgruppe (“ es gibt bereits ausreichend adoptionswillige Ehepaare“) gegen die andere (gleichgeschlechtliche Ehepaare) auszuspielen, ist allerdings nicht fair. Liebe und Geborgenheit kennen kein Geschlecht!

Sämtliche Studien weisen darauf hin, dass es keinen Nachteil für das viel zitierte „Kindeswohl“ gibt. Es spielt also für ein Kind keine Rolle, ob es bei einem allein erziehenden Elternteil, zwei Müttern oder Vätern oder bei Vater und Mutter aufwächst, sondern es kommt auf die Beziehungsqualität in diesen Familien an.

Mein Neujahrsvorsatz – authentisch sein!

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Authentizität oder Echtheit ist etwas, mit dem viele Menschen Probleme haben. Mir begegnen immer wieder Personen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie „nicht echt“ sind, also bewusst oder unbewusst Anteile ihrer „wahren“ Persönlichkeit verstecken (müssen). Für mich ist das nachvollziehbar, da wir alle Anteile in uns haben, die wir verstecken oder vor anderen nicht preisgeben wollen. Allerdings kann man kein erfülltes und glückliches Leben führen, solange man etwas versteckt oder sich für Anteile der eigenen Persönlichkeit schämt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass manche Lebensumstände es ermöglichen oder sogar erfordern, dass man seine Persönlichkeit nicht preisgeben oder ausleben kann. Viele Menschen sind gefangen in unglücklichen Beziehungen, Familiensituationen oder auch Arbeitsumständen und haben Angst, etwas zu verändern.

Für mich selbst startete vor etwa vier Jahren eine unglaubliche Reise. Ich war schon immer fasziniert vom Motto „Um das Äußere zu verändern, beginne mit dem Inneren“, wusste aber nicht so ganz, was es bedeutet. Es änderten sich jedoch manche Dinge schlagartig, andere nach und nach, und alles begann mit einem Neujahrsvorsatz: Sei authentisch.

Mein heutiger Blogbeitrag soll daher etwas Bewusstsein für Authentizität schaffen und die Angst davor nehmen, denn langfristig kann es nur gut sein, authentisch zu sein.

Was ist Authentizität?

Authentizität oder Echtheit bedeutet schlicht, dass wir uns so zeigen wie wir sind, uns also nicht für andere Personen verstellen (müssen) oder vorgeben, jemand anderes zu sein. Das bedeutet allerdings auch, dass wir uns selbst und unsere Bedürfnisse sehr gut kennen, unsere Reaktionen abschätzen können, und auch bewusst zu unseren Emotionen und Reaktionen stehen können.

Warum wir nicht so sind wie wir eigentlich wirklich sind

Als Kinder oder Jugendliche waren wir eine Persönlichkeit. Klar, wir hatten unsere kleineren oder größeren „Fehler“ in unserem Verhalten, aber wir hatten auch unsere jeweiligen Qualitäten – das definiert uns als Menschen mit unseren Stärken und Schwächen.

Je älter wir wurden, desto mehr wurden wir von unserer sozialen Umgebung beeinflusst, seien es Eltern, Freunde oder auch ArbeitskollegInnen. Wir haben gelernt so zu sein, wie andere es gerne hätten. In der Schule haben wir gelernt, ruhig zu sein, weil es so erwartet wird. In der Arbeit haben wir gelernt, dieses oder jenes Verhalten zu zeigen, weil es so erwartet wird. Wir haben gelernt, höflich zu KundInnen zu sein, auch wenn wir innerlich brodeln. Das ist wichtig, und das ist auch gut so – das stellt einen wichtigen Bereich der so genannten Emotionsregulation dar.

Erwartungen verschiedener anderer Bezugspersonen haben unser Verhalten flexibel beeinflusst, und das war auch gut so. Wenn wir an alte Stämme denken, an unsere Urahnen, die noch in Verbänden und Sippen lebten, so war es wichtig, mit möglichst vielen Personen gut zu sein. Je beliebter jemand war, desto eher wurde einem auch geholfen, jede einzelne Person war damit potentiell wichtig für unser eigenes Überleben.

Allerdings kann es im Verlauf des Erwachsen werden und darüber hinaus passieren, dass wir in Familien- oder Beziehungssituationen „gefangen“ sind und nicht mehr auf eigene Bedürfnisse achten. Wir leben dann nicht mehr authentisch. Werden die eigene Persönlichkeit und die eigenen Bedürfnisse zu sehr für andere hintangestellt, verletzt man nur sich selbst.

Sobald man allerdings lernt, wer man ist, und die eigenen Bedürfnisse kennen und achten lernt, beginnt man, authentisch zu leben! In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass dadurch wundervolle Transformationsprozesse gestartet werden.

Man „zieht“ die „richtigen“ Personen an

Wenn man nicht authentisch ist, und seine Bedürfnisse und Persönlichkeit nicht klar zum Ausdruck bringt, ist man auch umgeben von Personen, die diese „falschen“ Persönlichkeitsanteile fördern und bestärken. Eigentlich logisch – wenn man eigene Bedürfnisse zugunsten eines Partners oder Partnerin zurück steckt, und nicht authentisch eine andere Persönlichkeit aufbaut und zeigt, ist man auch gefangen in unglücklichen Umständen und umgeben von negativen Gedanken. Es ist ziemlich ermüdend und erschöpfend, die eigene Persönlichkeit tagtäglich zu verstellen und eigene Bedürfnisse zu ignorieren. Viele Menschen haben Angst, davor, alles zu verlieren, wenn sie beginnen, so zu sein wie sie eigentlich sein wollen, sie sind gefangen in einer Komfort-Zone. Meine Frage an sie lautet allerdings – WAS verlieren sie? Haben sie wirklich Angst davor etwas zu verlieren das sie im Grunde eigentlich unglücklich macht?

Sobald man die eigene wahre Persönlichkeit zeigt und auch die eigenen Bedürfnisse klar und sachlich formuliert, sich auch nicht davor scheut, vor anderen Personen zu den eigenen Schwächen zu stehen, zieht man gewisse Menschen, Freunde und LebenspartnerInnen an. Man verliert falsche Freunde, man verliert eventuell auch den vermeintlichen Lebenspartner, aber man beginnt, sich mit anderen Menschen im Leben anzuziehen. Mit etwas Glück findet man dann auch den einen oder die eine PartnerIn, die einen so akzeptiert wie man ist – man zeigt ja seine wahre Persönlichkeit, steht zu den eigenen Bedürfnissen, und hat auch keine Angst davor, die eigenen Schwächen zu zeigen, kurz gesagt – man ist authentisch.

Man findet seine Gruppe

Ich hatte vor vier Jahren noch völlig andere Freunde. Sobald ich begonnen habe, verstärkt authentisch zu sein, merkte ich Widerstand bei anderen Personen. Sie waren es gewohnt, mit jemandem zu tun zu haben, der ständig „Ja“ sagt. Selbstverständlich war es unangenehm, wenn ich auf einmal meine eigenen Bedürfnisse kundgab, und manche Dinge nicht mehr akzeptierte.

Freundschaften veränderten sich, wurden weniger, hörten völlig auf. Dafür passierte etwas anderes wunderschönes, es ergaben sich andere stabile Freundschaften, die bis heute andauern. Auch in meiner Beratungsarbeit bemerke ich immer wieder einen sagenhaften Transformationsprozess – sobald Menschen beginnen, mit meiner Hilfe ihre wahren Bedürfnisse zu entdecken, zu akzeptieren und auch zu kommunizieren, verändert sich fast immer der Kreis der Personen, mit denen sie Kontakt haben. Nach und nach findet sich jeweils immer eine Gruppe, die einen so akzeptiert wie man ist, und man hat auch das Gefühl authentisch mit all den Stärken und Schwächen so akzeptiert zu werden wie man ist.

Man ist gesünder

Anteile der eigenen Persönlichkeit zu verstecken, und nicht auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, ist extrem ermüdend und erschöpfend. Es braucht extrem viel Energie, und die ständigen kleinen Enttäuschungen im Alltag, wenn eigene Bedürfnisse ignoriert werden, rauben Lebenskraft. Ich hatte KlientInnen, die objektiv gesehen gesund lebten. Sie hatten ausreichend Schlaf, ernährten sich gesund, betrieben viel Sport, waren aber dennoch ständig krank. Das Immunsystem war offenbar von etwas ganz anderem angeschlagen. Das Bewusstsein, dass ein nicht authentisches Leben potentiell gesundheitsbedrohend sein kann, ist für viele gerade zu Beginn nicht nachvollziehbar.

Sobald man aber beginnt, authentisch zu leben, bemerken viele auch eine Verbesserung ihrer Gesundheit. Man interessiert sich verstärkt für positive Dinge, positive Menschen sowie positive Lebensumstände, man macht das was einem gut tut und hört auf die eigenen Bedürfnisse. Mit den richtigen Menschen zusammen zu sein führt zu einem erhöhten Ausstoß an Endorphinen, man fühlt sich glücklicher und zufriedener. Das führt auch dazu, dass andere prinzipiell glückliche Menschen gerne mit einem zusammen sind – über die Zeit hinweg führt ein authentisches Leben also zu einem enormen Zuwachs an positiver Energie!

Zusammenfassung

Viele Menschen leben nicht authentisch, sei es durch äußere Lebensumstände bedingt, oder auch durch eigene Ängste. Das führt dazu, dass man nicht auf die eigenen Bedürfnisse hört, sich selbst verstellt, und viel Energie darin investiert, eigene Persönlichkeitsanteile vor anderen zu verbergen. Das ist extrem ermüdend und erschöpfend, und kann bei manchen auch zu einem geschwächten Immunsystem führen. Sobald man allerdings beginnt, die eigenen Bedürfnisse kennenzulernen, diese zu achten und auch für diese einzutreten, also authentisch seine Persönlichkeit so zu zeigen wie sie ist, beginnt ein unglaublicher Transformationsprozess. Über die Zeit hinweg zieht man andere Personen sowie andere Lebensumstände an, die förderlich für einen sein können. Man findet Menschen, die einen so akzeptieren wie man ist, mit all den Stärken und Schwächen. Man fühlt wahres Glück, so wie es jeder verdient!

Authentizität kann also eine Reise in einem Leben auslösen das zu Glück führen kann. Ich stehe gerne für Beratungsgespräche zur Verfügung, wenn sie mehr Authentizität und Echtheit in ihrem Leben integrieren wollen. Alles Gute für Ihre Reise!

Über mich: Ich bin Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe sowie zertifizierter Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologe, Vater von zwei Teenagern und Ehemann „from the best human being“. Ich arbeite seit 2008 in freier Praxis als Berater und Psychologe, um Menschen mit wissenschaftlich fundierten Methoden zu einem erfüllteren und glücklicheren Leben zu verhelfen. Weiters arbeite ich im wissenschaftlichen Bereich, bin Postdoctoral Research Fellow an der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien als auch an der Vanderbilt Universität in Nashville, Tennessee/USA mit den Forschungsschwerpunkten Psychologie und neue Medien sowie Prävention von Depression und Angststörungen. Ich bin Autor zahlreicher Artikel, Buchkapitel sowie Sprecher auf Konferenzen und Kongressen.