Das Gesetz der Anziehung

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“Gedanken werden nicht real. Gedanken SIND real!”

(Eric Michael Leventhal)

Der heutige Blogbeitrag behandelt das Gesetz der Anziehung. Das oben genannte Zitat liebe ich deswegen, weil es im Prinzip sowohl meine Arbeits- als auch Lebensweise beschreibt. Im Laufe meiner Studien- und Ausbildungszeit wunderte ich mich immer mehr, warum so viele Menschen so negativ denken, und auch Negatives in ihrem Leben zulassen. Ich habe gelernt, dass die persönliche Denkweise sehr viel im eigenen Leben bewirken kann, beziehungsweise habe ich eigentlich bereits seit meinem Kindes- und Jugendalter spontan und natürlich eine andere, “positivere” Denkweise gehabt.

Im Verlauf meiner Studien kam ich natürlich auch mit dem Gesetz der Anziehung in Kontakt. Das Gesetz der Anziehung wurde bereits in vielen eher als esoterisch zu betrachtenden Werken beschrieben, ich möchte heute auch meine psychologisch-wissenschaftliche Sicht dazu wiedergeben, da es im Wesentlichen meine persönliche Denkweise wiedergibt.

Warum schreibe ich darüber?

Als Psychologe und Coach kommen immer wieder Menschen zu mir, die prinzipiell mit ihrem Leben nicht zufrieden sind. Als eines der ersten Punkte, die gemeinsam bearbeitet werden, stehen die Gedanken der Person im Vordergrund. Wie geht die Person mit sich selbst um? Denkt sie liebevoll oder denkt sie negativ über sich selbst? Dem entsprechend wirkt es sich auch auf das eigene Leben aus, wie soll und kann man ein positives, glückliches und erfülltes Leben führen, wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist?

Letzten Endes sind wir alle für unser Schicksal selbst verantwortlich. Es kann sein, dass du dich gerade in einer unglücklichen Ehe befindest, eine schreckliche Kindheit hattest, dich in einem schrecklichen Beruf befindest, oder andere negative Dinge in deinem Leben passiert sind. Niemand ist perfekt, und das ist in Ordnung. Jeder hat seine oder ihre persönliche Geschichte, aber es liegt ausschließlich an dir selbst, ob und wie du deine Gegenwart und auch Zukunft gestaltest!

Quantenphysik? Und Gesetz der Anziehung? 

Eine Zeitlang habe ich mich intensiv mit der Quantenphysik auseinander gesetzt. Speziell die theoretischen und praktischen Ergebnisse von Studien in diesem Bereich in den letzten 10 bis 15 Jahren sind bemerkenswert. Eine der interessantesten Theorien in diesem Bereich derzeit ist die String-Theorie. Diese geht im Wesentlichen und stark zusammengefasst davon aus, dass jegliche Materie, Moleküle, Atome, Elektronen, Neutronen, usw. sich reduzieren lässt auf so genannte Strings, winzigste kleine Teilchen. Die Größe dieser Teilchen beträgt ein Millionstel eines Milliardstel eines Milliardstels eines Milliardstes eines Zentimeters, und es wird angenommen, dass diese Strings winzige Linien von Energie darstellen.

Dieser Theorie (und auch anderen) zufolge besteht jegliche Materie aus purer Energie. Die Webseite, die sie gerade ansehen, die Augen, die sie gerade benutzen, die Luft, die sie gerade atmen – alles “nur” pure Energie. Du selbst bist pure Energie! Wir leben also in spannenden Zeiten, wenn die Wissenschaft im Prinzip uralte Annahmen dessen was wir sind, bestätigt. Bereits der Buddhismus spricht davon, dass alles eins ist, dass Gedanken und die Realität aus dem selben “Stoff” bestehen.

Das Gesetz der Anziehung: Der eigene Fokus

Ich persönlich bin ein überzeugter Anhänger des Gesetzes der Anziehung. Wenn jemand in einer guten Grundstimmung ist, werden auch positive Ereignisse im Leben angezogen. Wenn jemand in einer negativen Grundstimmung ist, werden eher negative Ereignisse im Leben angezogen.

Der springende Punkt ist der Fokus. Auch einer positiv denkenden Person werden eher negative Dinge im Leben oder im Alltag passieren, sie entscheidet sich jedoch einfach dafür, mehr Augenmerk auf Positives zu legen. Umgekehrt werden auch einer negativ denkenden Person gute Dinge im Alltag passieren, die allerdings nur selten wahrgenommen werden, da der Fokus so sehr auf negative Dinge gerichtet wurde.

Im Verlauf der Zeit kann es jedoch passieren, dass negative Dinge geradezu angezogen werden. Umgekehrt, wenn der Fokus mehr auf positiven Dingen liegt, kann es tatsächlich passieren, dass scheinbar mehr und mehr positive Dinge passieren. Eine positive Nachricht führt zur nächsten, scheinbar gleich einer Kettenreaktion.

Wo liegt dein Fokus? Fokussierst du mehr auf negative oder positive Ereignisse? Im Prinzip macht es keinen Unterschied, denn negative Dinge können so oder so passieren. Warum also nicht den Fokus bewusst auf positive Dinge im Alltag und im Leben legen, denn nur so können wir im Verlauf der Zeit wirklich glücklich sein.

Der Zusammenhang mit Quantenphysik

Wie vorhin dargestellt, bestehen wir alle theoretisch aus kleinsten energetischen Teilchen, unsere Gedanken genauso wie die scheinbar realen Dinge, die uns umgeben. Dieser Gedanke ist ein wunderbarer – alles was uns umgibt, besteht aus der selben Materie wie unsere Gedanken. Selbst der heutige Blog, den du liest, bestand ursprünglich aus Gedanken. Meine Gedanken, in Form von Buchstaben online gestellt, und nun als “Realität” in deinem Kopf.

Eine weitere spannende Idee ist das Gesetz der Anziehung – Teilchen ziehen sich an. Teilchen, die ihre Gedanken bilden (ihre Gedanken SIND Teilchen) ziehen andere Teilchen an, die die Realität abbilden. Theoretisch ist es also tatsächlich so, dass ihre Realität ihre Gedanken darstellt.

Was wäre also, wenn unsere Gedanken tatsächlich reale Dinge anziehen? Ist es dann nicht an der Zeit, deine Gedanken zu überprüfen, um wirklich ausschließlich positive Dinge in dein Leben zu ziehen?

Tipps und Tricks aus der Psychologie

Vielen Menschen fällt es jedoch schwer, sich von alten belastenden Gedanken zu trennen, und positiver zu denken. Ich möchte hier ein paar Tipps und Tricks der Psychologie vorstellen.

Studien fanden heraus, dass Personen, die glückliche Gedanken auch laut aussprechen, glücklicher waren als diejenigen, die es “nur” denken. Weiters waren Personen, die Vorhaben und geplante Tätigkeiten laut aussprechen auch eher in der Lage, diese auch in die Tat umzusetzen. Stell dich also jeden Morgen vor den Spiegel, und übe positiv-beeinflussende Gedanken, indem du diese laut aussprichst. Formuliere auch deine Wünsche, was du in deinem Leben erreichen willst, nicht nur im Kopf, sondern sprich diese jeden Tag laut aus.

Auch Dinge, die uns in einem negativen Sinne beschäftigen, können wir sozusagen “wegwerfen”. Auch hier fanden Studien, dass Personen, die ihre negativen Gedanken auf ein Stück Papier schrieben, dieses wegwerfen, eher in der Lage sind, sich auch von ihren negativen Gedanken zu befreien. Sie dachten nach dem Wegwerfen nicht mehr an diese Dinge.

Das selbe passiert mit positiven Gedanken. Personen, die ihre positiven Formulierungen ihrer Gedanken auf ein Stück Papier schrieben, und dieses mit sich tragen, denken mehr daran. Schreibe also deine positiven Gedanken auf ein Stück Papier und trage es mit dir herum, oder befestige es irgendwo, damit du es ständig siehst. Je öfter du es siehst, desto schneller und beständiger wird es auch verinnerlicht.

Gib dir Zeit

Die genannten Tipps und Tricks sollten dir helfen, von nun an bewusst positiver zu denken. Dem Gesetz der Anziehung nach kann es auch dir helfen, mehr positive Dinge in dein Leben zu ziehen.

Selbstverständlich können Veränderungen nicht über Nacht passieren. Du musst geduldig sein, und mit kleinen Schritten rechnen. Was du heute bist, wo du heute arbeitest, dein Übergewicht, die Menschen mit denen du dich umgibst, das ist alles ein Ergebnis der letzten Jahre. Entscheidungen die du getroffen hast, und bei denen du dir etwas gedacht hast.

Wenn du jedoch ab heute Entscheidungen bewusst triffst, und dich bewusst für eine positive Denkweise entscheidest, wird sich auch dein Leben nach und nach verändern. Ob es am Gesetz der Anziehung liegt, an der String-Theorie oder auch “nur” an der Psychologie, ist eigentlich nicht wichtig – wichtig ist, dass es wirkt. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass das Gesetz der Anziehung wirkt.

Selbstverständlich stehe ich gerne dazu bereit, auch mit Ihnen online über dieses Thema zu sprechen!

Über den Autor: Mag. Dr. Mario Lehenbauer-Baum ist Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, zertifizierter Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologe, Autor und Herausgeber zahlreicher Artikel und Buchkapitel, Motivationscoach und professioneller Sprecher auf Konferenzen, sowie in der universitären Forschung (Sigmund Freud Universität in Wien sowie Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, USA) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte fokussieren auf die Schnittstelle Psychologie und neue Medien (Online-Rollenspiele, Internetsucht, Internetgebrauch in der Praxis), virtuelle Realitäten sowie Games for Health (digitale Spiele und psychologische Interventionen). In seiner Onlineberatungspraxis fokussiert er vor allem auf positive Psychologie, um Menschen zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben zu verhelfen, sowie auf wissenschaftlich fundierte kognitiv-lerntheoretisch/verhaltenstherapeutische Methoden.

Sei dein bester Freund

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf deine Worte, denn sie werden zu deinen Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“

Talmut oder Gandhi, Quelle nicht näher bekannt

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Als Psychologe und Coach treffe ich mich mit vielen Menschen in verschiedenen Lebensumständen. Selbst außerhalb meiner Beratungspraxis komme ich nicht umhin, manche Dinge auch mit einem psychologischen Auge zu betrachten. Es ist erstaunlich, wie viel Energie Menschen aufbringen können, um ihr eigener Feind zu sein, Dinge zu überdenken und zu sehr in der Vergangenheit zu leben, anstatt sich auf das Heute einzulassen. Manche Menschen können einfach nicht anders!

Jedoch – und dafür gibt es Psychologen und Coaches, man kann auch anders. Mit meinem Blog, mit dem heutigen Artikel, möchte ich dich mit deinem größten Feind bekannt machen. Das sind nicht andere, das bist du selbst. Nur du selbst kannst dir helfen, und ich möchte heute ein paar Grundlagen für „happiness“, um glücklich zu sein, beschreiben.

Dinge überdenken und an sich zweifeln

Wir haben alle Fehler gemacht, und wir machen alle Fehler – und wir werden weiterhin Fehler machen. Wir haben alle Entscheidungen getroffen, größere oder kleinere, die wir im Nachhinein bereuen. Allerdings gibt es auch andere Dinge, es gibt Situationen, in denen wir anderen geholfen haben, es gibt nette Briefe oder Emails, die wir an andere versendet haben, wir haben mit jemandem gesprochen und ihm oder ihr geholfen und ihn oder sie bestärkt. Warum konzentrieren wir uns so stark auf negative Ereignisse, anstatt dass wir uns an positive Dinge erinnern?

Es ist erstaunlich, wieviel Energie Menschen aufbringen können, um sich auf negative Dinge zu konzentrieren. Sie überdenken Situationen, denken daran wie sie reagiert haben, wie sie eigentlich reagieren hätten sollen, etc. Unser aller Leben ist voll von Aufs und Abs geprägt, und wir machen alle unsere Fehler. Wie können wir erwarten, dass andere uns vergeben, wenn wir nicht in der Lage sind, uns selbst zu vergeben? Der erste Schritt ist daher, sich selbst zu vergeben…

Unsere Fehler die wir begangen haben, unsere Entscheidungen die wir getroffen haben – sie alle prägen uns und haben uns zu dem Menschen gemacht der wir heute sind. Wenn du also heute anders reagieren würdest als damals – Gratulation! Dann war die Vergangenheit ein exzellenter Lehrer, der dich vor weiteren Fehlern bewahrt. Blick nach vorne, und fokussiere vor allem auf die Gegenwart und auf deine Zukunft.

Deine Vergangenheit ist dein Lehrer – und sonst nichts

Wir haben alle unsere Fehler gemacht, niemand ist perfekt. Wir haben gute Tage, und schlechte Tage, in denen sich scheinbar die ganze Welt gegen uns verschworen hat. Wichtig ist, sich zu erinnern, dass das Leben aus Aufs und Abs besteht. Wenn wir ganz unten sind, werden wir auch wieder nach oben kommen. Es ist in Ordnung, wenn es Tage gibt, in denen wir uns nicht so gut fühlen. Es ist in Ordnung, wenn wir manchmal traurig sind. Und es ist auch in Ordnung, wenn wir manchmal Dinge oder Entscheidungen, die wir getroffen haben, bereuen. Es ist in Ordnung, solange es uns nicht daran hindert, im HEUTE zu leben und unser fantastisches MORGEN zu planen.

Jeder Fehler, den wir begehen, bringt uns näher zum Erfolg, jede Entscheidung die wir getroffen haben und treffen, macht uns zu dem Menschen, der wir sind. Es gab einen Grund warum wir Entscheidungen getroffen haben, wir haben es halt damals nicht besser gewusst. Nur sollten wir nicht zu hart mit uns selbst umgehen, das GESTERN oder unsere Vergangenheit sollen uns ein Lehrer sein, nicht mehr und nicht weniger.

Lass es einfach heute zu, dass jeder vergangene Moment ein Investment in eine bessere Zukunft ist!

Sei nicht dein eigener Feind

Wir alle haben diese kleine Stimme in unserem Kopf. Diese kleine Stimme, die uns zuflüstert „du könntest 5kg abnehmen“, „du bist nicht liebenswert“, „du musst mehr tun“, „kümmere dich mehr um andere als um dich selbst“, „das hast du nicht verdient“, „du wirst nie glücklich sein“ – kommt dir das bekannt vor? In einer mehr oder weniger ausgeprägten Variante kommen diese negativen Gedanken bei uns allen vor.

Das ist verblüffend. Anstatt gütig zu sich selbst zu sein, anstatt liebevoll mit sich selbst umzugehen, wählen viele Menschen einen negativen Umgang, und sind überstreng mit sich selbst. Sie hindern sich selbst am eigenen Glück! Sie fühlen sich schuldig, wenn sie einmal etwas gutes für sich selbst tun. Wir alle haben Tage, an denen wir uns eventuell schuldig wegen etwas fühlen, oder weil wir etwas nicht verdienen, aber es trotzdem haben. Schuld ist ein sehr nagendes Gefühl, das uns nahezu versteinert, bis wir nichts mehr machen können.

Versuche einfach, dir selbst dein bester Freund zu sein. Schreibe deine Gedanken auf, so wie sie während des Tages auftreten, und versuche sie systematisch in hilfreiche Gedanken umzuwandeln.

Gedanken, die dir weiterhelfen

Wenn du bewusst deine Zukunft ändern willst, musst du im Heute beginnen, und ein erster Schritt besteht darin, mit deiner Vergangenheit Frieden zu schließen. Die berühmten „Hätte ich… wäre ich …“ Gedanken bringen uns nicht wirklich weiter, sondern behindern uns in unserer Entwicklung. Das Gestern ist vergangen, alles was wir haben, ist das heute, und unsere Zukunft, für die wir selbst verantwortlich sind – fang heute damit an, dein Leben in kleinen Schritten in die Richtung zu lenken, wo du sein möchtest. Und übe selbstbestärkende und hilfreiche Gedanken. Wirklich glückliche Menschen sind nicht nur liebevoll zu anderen Personen – sie sind es in erster Linie zu sich selbst. Such gleichgesinnte Personen, die dich ebenfalls bestärken, und eliminiere systematisch Personen, die dir nicht gut tun. Wenn du eine bessere Welt für dich selbst möchtest, musst du in dir selbst beginnen.

Hilfreiche Gedanken und Einstellungen werden zu deinen Handlungen, zu deinen Gewohnheiten, zu deinem Charakter, und letztendlich auch zu deinem Schicksal!

Über den Autor: Mag. Dr. Mario Lehenbauer-Baum ist Klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, zertifizierter Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologe, Autor und Herausgeber zahlreicher Artikel und Buchkapitel, Motivationscoach und professioneller Sprecher auf Konferenzen, sowie in der universitären Forschung (Sigmund Freud Universität in Wien sowie Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, USA) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte fokussieren auf die Schnittstelle Psychologie und neue Medien (Online-Rollenspiele, Internetsucht, Internetgebrauch in der Praxis), virtuelle Realitäten sowie Games for Health (digitale Spiele und psychologische Interventionen). In seiner Onlineberatungspraxis fokussiert er vor allem auf positive Psychologie, um Menschen zu einem glücklicheren und erfüllteren Leben zu verhelfen, sowie auf wissenschaftlich fundierte kognitiv-lerntheoretisch/verhaltenstherapeutische Methoden.